Mit einem festlichen und zugleich sehr persönlichen Neujahrsempfang ist der Markt Rimpar in das besondere Jubiläumsjahr „900 Jahre Rimpar“ gestartet. Zahlreiche Gäste aus Politik, Kirche, Vereinen, Ehrenamt und Bürgerschaft folgten der Einladung und füllten den Empfang mit Leben, Gesprächen und spürbarer Verbundenheit mit ihrer Heimatgemeinde.
Bürgermeister Bernhard Weidner begrüßte die Anwesenden herzlich und zeigte sich erfreut über die große Resonanz. Der Neujahrsempfang sei nicht nur ein fester Termin im Jahreskalender, sondern vor allem ein Moment des Dankes, des Miteinanders und des gemeinsamen Blicks nach vorne, gerade im Jubiläumsjahr, in dem Rimpar auf 900 Jahre Geschichte zurückblicken kann.
In seiner Ansprache erinnerte Weidner an den gelungenen Auftakt ins Jubiläumsjahr am Neujahrstag: Das feierliche Einläuten des Jahres durch die Kirchenglocken, die eindrucksvollen Salutschüsse der Würzburger Böllerschützen, die musikalische Begleitung durch die „Fränkisch-Gruppe Ouwä lings“ sowie das gemeinsame Anstoßen mit Jubiläumswein und Jubiläumssecco, ausgeschenkt von den Rimparer Winzerinnen und Winzern, hätten eindrucksvoll gezeigt, wofür Rimpar stehe: gelebte Tradition, ehrenamtliches Engagement und ein starkes Gemeinschaftsgefühl.
„Rimpar, Maidbronn und Gramschatz“, so betonte er, seien „mehr als nur Orte auf der Landkarte. Es sind Dörfer im besten Sinne, Lebensräume, in denen man sich kennt, einander unterstützt und Verantwortung füreinander übernimmt. Werte wie Zusammenhalt, Vertrauen, Ehrenamt und Mitmenschlichkeit hätten den Markt Rimpar über Jahrhunderte getragen und seien auch heute die Grundlage für ein gutes Miteinander in einer sich wandelnden Welt.“ Neben den historischen Wurzeln richtete Bürgermeister Bernhard Weidner auch den Blick auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen wie Digitalisierung und künstliche Intelligenz, betonte jedoch, dass bei allen technischen Entwicklungen stets der Mensch im Mittelpunkt stehen müsse.
Inhaltliche Höhepunkte setzten zwei Vorträge, die Geschichte und Humor auf gelungene Weise miteinander verbanden. Hanne Mintzel nahm die Gäste mit auf eine Reise durch die Rimparer Schulgeschichte und sorgte dabei immer wieder für Schmunzeln im Saal. Mit augenzwinkernden Anekdoten aus ihrer Zeit als Rektorin der Maximilian-Kolbe-Schule berichtete sie unter anderem, dass es bei ihr durchaus auch einmal die legendäre „Note 7“ gegeben habe, was ihr in Rimpar einen ganz besonderen Ruf eingebracht habe. Der Vortrag zeigte eindrucksvoll, wie sehr Schule, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler Teil der gelebten Ortsgeschichte sind.
Hans Winzlmaier stellte augenzwinkernd die Frage, ob der Ritter Wilhelm von Grumbach ein „echter Rümperer“ war und näherte sich dem „typischen Rimparer“ auf ebenso unterhaltsame wie tiefgründige Weise. Angelehnt an das Gedicht „Rümper“ von Albin Issing schilderte er, wie Rimparer aus der Sicht der Nachbargemeinden wahrgenommen werden – etwa von Günterslebenern oder Versbachern – und wie sich der Rimparer selbst sieht. Auch ein humorvoller Blick auf einen „typischen Rimparer Heiratsantrag“ durfte dabei nicht fehlen. Immer wieder spannte Winzlmaier den Bogen zur historischen Figur Wilhelm von Grumbach und zeigte, wie sehr Geschichte, Selbstbild und Humor bis heute miteinander verwoben sind.
Für große Anerkennung sorgten zudem die Sportlerehrungen, bei denen erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler für ihre Leistungen und ihr Engagement gewürdigt wurden – ein sichtbares Zeichen dafür, wie lebendig und leistungsstark das Vereinsleben in Rimpar ist. Geehrt wurden: Heidrun Hennings für zwei deutsche und vier bayerische Meistertitel im Rudern; die Junioren im Einrad und Kunstradfahren der Soli Rimpar: Lukas und Maximilian Wolujewicz, Marie Hofmann, Julia Deppert, Ben Meyer, Lea Sendelbach, Lilly Traub, Carl Ganz, Lia Meyer, Nadine Vogel; die Schützengilde mit Tobias Meyer als deutscher Meister mit der Luftpistole; die ASV-Rhönradturnerinnen mit Pauline Wunderling, Luana Sauer, Mila Ströhlein sowie Enisa Heilsberg, Lisa Bauer und Frieda Dietz.
Ein besonders feierlicher Moment des Nachmittags war neben den Sportlerehrungen, die Verleihung der Bürgermedaille des Marktes Rimpar an Hanne Mintzel und Hans Winzlmaier. Sie machte deutlich, dass das Gemeinwesen von Menschen lebt, die sich mit großem persönlichen Einsatz und langjährigem Engagement für ihre Heimat einsetzen.
Zum Abschluss sangen alle Anwesenden gemeinsam das Frankenlied. Ein Gruppenfoto aller Geehrten vor der Alten Knabenschule rundete den Neujahrsempfang, der von der „Fränkisch – Gruppe Ouwä lings“ musikalisch umrahmt wurde, ab. In vielen Gesprächen klang der Nachmittag noch lange nach als gelungener Start in ein Jubiläumsjahr, das die Geschichte Rimpars würdigt, die Gegenwart feiert und mit Zuversicht in die Zukunft blickt.
Text und Fotos: Nadja Kess



