Im Rahmen unseres Ortsjubiläums „900 Jahre Rimpar“ wurde am Samstag ein besonders schönes und nachhaltiges Zeichen gesetzt: Groß und Klein folgten der Einladung zur Pflanzaktion „900 Bäume für unsere Zukunft“ und kamen zusammen, um unserem Gemeindewald etwas Bleibendes zu schenken.
Nach dem Treffpunkt am Parkplatz Richtung Güntersleben ging es in Fahrgemeinschaften zur rund 1,5 Hektar großen Pflanzfläche im Gemeindewald. Bürgermeister Bernhard Weidner begrüßte die Helferinnen und Helfer herzlich und unterstrich in seiner Ansprache die besondere Symbolkraft dieses Tages: 900 Jahre Rimpar und 900 neue Bäume, die nun ihre Wurzeln in unserer Heimat schlagen. Ein Jubiläum, das nicht nur gefeiert, sondern aktiv gestaltet wird.
Die Pflanzfläche war zuvor mit Fichten bestockt, die im Jahr 2023 stark vom Borkenkäfer befallen wurden. „Die anhaltende Trockenheit und Hitze der vergangenen Jahre hatten die Bäume geschwächt, sodass sie schließlich gefällt werden mussten. Da sich keine ausreichende Naturverjüngung entwickelte, wurde die Fläche im vergangenen Jahr gemulcht und eingezäunt, um sie nun gezielt wiederaufzuforsten,“ berichtete Förster Philipp Stamm. Ziel ist es, hier einen klimastabilen Mischwald zu begründen, der den veränderten klimatischen Bedingungen besser standhält und langfristig einen wertvollen Lebensraum bietet.
Gepflanzt wurden Baumhasel, Elsbeere, Speierling und Spitzahorn – Baumarten, die als vergleichsweise hitze- und trockenheitsverträglich gelten. Während die Baumhasel ursprünglich aus wärmeren Regionen Südosteuropas stammt, sind Elsbeere und Speierling seltene heimische Arten, die besonders zur Förderung der Biodiversität beitragen. Der Spitzahorn ergänzt die Mischung als robuste und anpassungsfähige Laubbaumart.
Begleitet wurde die Pflanzung nicht nur von Gemeindeförster Philipp Stamm, sondern auch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bauhofs, die fachkundig anleiteten und unterstützten. So konnten auch die jüngsten Helferinnen und Helfer mit Freude und Sicherheit mit anpacken.
Mit großer Motivation und Teamgeist gingen alle ans Werk. Es wurde gegraben und gesetzt. Hand in Hand, generationenübergreifend. Der Einsatz war so groß, dass die Arbeiten schneller als geplant abgeschlossen werden konnten. Die wohlverdiente Brotzeit durfte deshalb früher beginnen und bot Gelegenheit zum Austausch, zum Lachen und zum gemeinsamen Rückblick auf das Geschaffene.
Am Ende dieses Vormittags blieb mehr zurück als eine bepflanzte Fläche. Es blieb das Gefühl von Zusammenhalt, Verantwortung und gelebter Heimatverbundenheit. Die Bäume sind ein lebendiges Zeichen unseres Jubiläums und ein hoffnungsvoller Anfang für einen starken, vielfältigen Rimparer Wald, der auch kommenden Generationen Schatten, Schutz und Naturerlebnis schenken wird.
