Geschichte

Geschichtliche Informationen zum Standesamt:

Für die Führung der Personenstandsregister war nicht immer der Staat zuständig.

Bis weit hinein in das 19. Jahrhundert, bis zur Trennung von Kirche und Staat, lag dies allein im Verantwortungsbereich der Kirche.

Die einheitlichen Grundsätze, die heute für die standesamtliche Beurkundung der Familienereignisse üblich sind, wurden 1876 mit dem ersten Personenstandsgesetz (PStG) eingeführt.

Damit wurden die Beurkundungen von Pfarrämtern auf bürgerliche Behörden übertragen.

Seit dieser rechtseinheitlichen Einführung der Personenstandsbücher am 01.01.1876 beurkunden Standesbeamte die Geburt, die Eheschließung und den Tod eines jeden Staatsbürgers.

Das Standesamt ist Begleiter von der Wiege bis zur Bahre.

Ein Standesamtsbezirk wird in der Regel von einer, unter Umständen jedoch auch von mehreren Gemeinden gebildet.Das Personenstandsgesetz selbst wurde seit seinem Bestehen bereits mehrfach novelliert, letztmals zum 01.01.2009. Eine entsprechende Erweiterung, die sog. Hinweisverordnung, die 1925 erlassen wurde, führte den verbindlichen Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Standesämtern ein.

Die Einführung des bis zum 31.12.2008 verwendeten Familienbuches fand 1937 statt. Dieses wurde jedoch 1944 im Rahmen der Kriegsverordnung wieder abgeschafft und erst 1958 erneut eingeführt. Das zum ersten Juli 1998 außer Kraft gesetzte „Aufgebot“, die Bekanntgabe der geplanten Heirat, war sogar noch ein Relikt aus Kaisers Zeiten.

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