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Rimparer Heimatabend: Ein geselliger Abend voller Geschichten, Erinnerungen und Rimparer Lebensart

Veröffentlicht: 26.09.2026
Veröffentlicht von: Markt Rimpar
„900 Jahre Rimpar, des is fei scho a Hausnummer!“ Mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Torsten Keller den Rimparer Heimatabend im Rahmen des Ortsjubiläums in der Alten Knabenschule. Mit seiner launigen Begrüßung stimmte er die zahlreichen Besucherinnen und Besucher auf einen Abend ein, bei dem nicht Jahreszahlen, Urkunden und staubige Akten im Mittelpunkt standen, sondern das, was Heimat lebendig macht: die Menschen, ihre Geschichten und gemeinsame Erinnerungen.

Durch den Abend führte Hans Winzlmaier, der nicht nur als Moderator fungierte, sondern die einzelnen Themenbereiche mit lustigen Geschichten und Bildern aus früheren Zeiten einleitete. So erhielten die Besucher immer wieder einen kleinen Einblick in das frühere Rimparer Leben und wurden auf die jeweiligen Beiträge eingestimmt.

Der Abend gliederte sich in die fünf Themenbereiche Kindheit, Bauern & Winzer, Maurer, Kirche sowie Ratsch & Tratsch und bot damit einen unterhaltsamen Streifzug durch ganz unterschiedliche Facetten der Rimparer Ortsgeschichte.

Beim Thema Maurer nahm Elmar Schömig die Gäste mit in die Welt des Handwerks und erklärte unter anderem, was sich tatsächlich hinter einem „28er Spries“ verbarg. Auch das Thema Kirche bot reichlich Stoff für Erinnerungen und humorvolle Geschichten. Ob Schorsch wirklich der Hauptakteur des Beitrages „Wasser und Wei“ von Heinz Keß war? Oder berichtete er etwa aus eigener Erfahrung vom Kirchendienst? Siegbert Mahler berichtete unter anderem vom „Mahlpapp, einem besonderen Erlebnis vom Schörschle mit einem angeklebten Ohr des Esels in der Weihnachtskrippe. Burkard Losert wiederum ging der Bedeutung des Rimparer Ausdrucks „Er petzi“ auf den Grund und sorgte damit wie alle anderen für viele Lacher im Publikum. Ein besonderer Höhepunkt war auch der Auftritt von Laura und Julian Grömling. Mit ihrem schwungvollen Beitrag „Zwä Bubä angle am Boch“ sorgten sie für viel Heiterkeit und brachten frischen Schwung auf die Bühne.

Musikalisch hatte der Heimatabend einiges zu bieten. Walter Knorz und Kollegen sorgten unter anderem mit dem Frankenlied und „Über den Wolken“ für musikalische Unterhaltung. Bei der Rhönlitanei von „Ouwä lings“ war schließlich der ganze Saal gefordert und machte begeistert mit. So wurde aus dem Publikum kurzerhand ein großer gemeinsamer Chor.

Für das leibliche Wohl sorgte die Laienspielgruppe Rimpar. Damit war der Abend nicht nur kulturell, sondern auch kulinarisch bestens aufgestellt.

Die Resonanz auf den Heimatabend war überwältigend: Die Alte Knabenschule war bis auf den letzten Platz gefüllt. Leider fanden nicht alle, die gerne gekommen wären, einen Platz. Aufgrund des großen Zuspruchs wurde deshalb gemeinsam mit allen Beteiligten spontan entschieden, einen zweiten Rimparer Heimatabend zu veranstalten. Der Termin wird bekannt gegeben, sobald er feststeht.

Ein herzlicher Dank gilt allen Mitwirkenden, den Organisatoren, den Musikern sowie allen, die mit ihren Geschichten, Bildern und Beiträgen zum Gelingen dieses besonderen Abends beigetragen haben.

Denn wie Bürgermeister Torsten Keller in seiner Begrüßung treffend sagte: „Geschichte lebt eben erst dann, wenn Menschen sie erzählen. Und wenn dabei eine Geschichte ein kleines bisschen schöner wird, als sie damals tatsächlich war, dann ist das (mit einem Augenzwinkern) keine Geschichtsfälschung, sondern Heimatpflege.“

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