Festlicher Gottesdienst, beeindruckender Festzug und gelebte Gemeinschaft zum 900-jährigen Ortsjubiläum
Der Jubiläumssonntag am 12. Juli bildete einen der emotionalen Höhepunkte im Festjahr zum 900-jährigen Bestehen Rimpars. Tausende Besucherinnen und Besucher erlebten ein Fest, das eindrucksvoll zeigte, was die Marktgemeinde ausmacht: Zusammenhalt, Ehrenamt und ein lebendiges Miteinander.
Den Auftakt bildete ein ökumenischer Gottesdienst in der festlich geschmückten Kirche. Gemeinsam gestalteten der katholische Pfarrer Dariusz Kruszynski und die evangelische Pfarrerin Sabine Schrick die Feier. Im Mittelpunkt standen Dankbarkeit für neun Jahrhunderte Ortsgeschichte, Zuversicht für die Zukunft und die Verbundenheit der Menschen in Rimpar.
Im Anschluss zog ein farbenprächtiger Festzug durch die Straßen des Ortes. Mit viel Liebe zum Detail hatten die Teilnehmer ihre Beiträge vorbereitet: Festwagen wurden aufwendig geschmückt, Blumenarrangements gestaltet, historische Themen lebendig dargestellt und zahlreiche kreative Ideen umgesetzt. Ob zu Fuß, auf geschmückten Wagen oder mit musikalischer Begleitung, jede Gruppe brachte ihre eigene Geschichte und Persönlichkeit ein und machte den Festzug zu einem einzigartigen Erlebnis. Entlang der Strecke säumten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste die Straßen, spendeten Applaus und feierten gemeinsam diesen besonderen Anlass.
Auf dem „Platz der Partnerschaft“ begrüßte Bürgermeister Torsten Keller den Schirmherrn des Jubiläums, den Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder, vor mehr als 2.000 Besucherinnen und Besuchern. In seiner Ansprache verband der Ministerpräsident humorvolle Worte mit einer klaren Botschaft: „Und das ist genau der Zusammenhalt, den wir in solchen Zeiten brauchen.“ Statt nur über Herausforderungen zu sprechen, müsse jeder überlegen, welchen Beitrag er selbst für die Gemeinschaft leisten könne. Mit den Worten „Ihr macht eine ganz tolle Arbeit“ würdigte er das außergewöhnliche Engagement der vielen Ehrenamtlichen.
Auch die weiteren Ehrengäste zeigten sich beeindruckt von der Atmosphäre und dem Einsatz der Menschen. Die Bundestagsabgeordnete Dr. Hülya Düber brachte ihre Anerkennung mit den Worten „Wahnsinn, was hier auf die Beine gestellt wurde“ zum Ausdruck. Landrat Thomas Eberth, Würzburgs Oberbürgermeister Martin Heilig, Domkapitular Dr. Helmut Gabel sowie der Bürgermeister aus der französischen Partnerstadt Languidic Jérôme Le Dréan hoben in ihren Grußworten die Bedeutung von Heimat, Freundschaft und einem friedlichen Miteinander über Grenzen hinweg hervor.
Anschließend sorgte die Musikkapelle Rimpar mit schwungvoller Blasmusik weiter für die musikalische Umrahmung. Das gesamte Festgelände war ein lebendiger Treffpunkt für Groß und Klein. Bei gutem Essen und in geselliger Atmosphäre wurde weitergefeiert.
Vor der „Alten Knabenschule“ entstanden an der Fotobox und dem 360-Grad-Spinner zahlreiche originelle Erinnerungsaufnahmen. Am Münzpräger hinter dem Weltladen konnten sich Besucherinnen und Besucher eine ganz persönliche Jubiläumsmünze anfertigen lassen.
Auch Familien kamen auf ihre Kosten. Der Familienstützpunkt Rimpar und die Wasserwacht boten ein schönes Kinderprogramm. Im Schloss Grumbach lud der Freundeskreis Schloss Grumbach e. V. mit der Ausstellung „Das alte Rimpar“ zu einer spannenden Zeitreise durch die Ortsgeschichte ein. Auch die Rimparer Museen waren geöffnet. Ein besonderer Anziehungspunkt waren außerdem die Turmführungen mit Bürgermeister Torsten Keller, der zweiten Bürgermeisterin Margarete May-Page und dem dritten Bürgermeister Kevin Laug, die eindrucksvolle Ausblicke über die Marktgemeinde ermöglichten.
Der Jubiläumssonntag war weit mehr als ein Rückblick auf 900 Jahre Ortsgeschichte. Er machte eindrucksvoll sichtbar, wie stark der Zusammenhalt in Rimpar ist und mit wie viel Herzblut sich unzählige Menschen für ihre Heimat einsetzen. Ihnen allen gilt ein herzlicher Dank, ob sichtbar auf der Bühne und entlang des Festzuges oder im Hintergrund bei Planung, Organisation und Durchführung. Ihr Engagement hat diesen Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht und gezeigt, dass Gemeinschaft in Rimpar nicht nur ein Wort, sondern gelebte Wirklichkeit ist.
(Die folgenden Bilder werden nach und nach ergänzt)
