900 Jahre Rimpar - Unser 2. Jubiläumsgrenzgang entlang der Flurgrenze mit ca. 11 km


Veröffentlicht von: Markt Rimpar
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Um 8.30 h war Treffpunkt für die interessierten Bürger an der Alten Knabenschule.
Wir waren 45 Teilnehmer/innen im Alter von 6 Jahren bis über 80 Jahre. Mit dem Bürgerbus und den Mannschaftswagen der Feuerwehr wurden wir an den Parkplatz an der Günterslebener Straße gefahren.
Von dort aus ging es zu Fuß zum Treffpunkt Markstein (Grenzstein) an der Alten Günterslebener Straße.
Hier begrüßte uns unser Bürgermeister Herr Torsten Keller und der Obmann der Feldgeschworenen, Herr Paul Rind .

Herr Rind erklärt den Gemarkungsverlauf,welchen wir heute erkunden.

Der Weg führt vom Talwald, Wüstenfil, Birkenbusch, Gadheimer Höhe, An den Tannen, dem Langen Grund entlang zur Halben Mail und vom Espach Wald zum Eichach.

Herr Keller wurde zunächst offiziell als Bürgermeister am ersten Markstein der Flurgrenze von den Siebenern gestaucht. Auch Teilnehmer, die das erste mal an einem Grenzgang dabei sind, konnten sich während der Wegstrecke freiwillig stauchen lassen – die Überlieferung sagt, so behält man den Grenzverlauf besser im Kopf.

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Bei zwar trübem aber trockenem Wetter ging es los. Während der Wanderung bis zur Höhe an der alten Würzburger Straße wurde den Teilnehmern der Gemarkungsverlauf, Besonderheiten an den Gemarkungssteinen und vor allem auch die Aufgaben eines Feldgeschworenen erklärt.

Auf der Höhe der Alten Würzburger Straße angekommen, konnten wir bei einer gemeinsamen Brotzeit eine neue Ruhebank bestaunen. Anlässlich des 900 jährigen Bestehens von Rimpar wurde die Bank von der Ortsgruppe des Bund Naturschutz gestiftet und mit Hilfe der Mitarbeiter des Bauhofes aufgestellt. Herr Herbert Müller (Vorsitzender des Bund Naturschutz Rimpar) wünscht sich, dass die Bank für Wanderer und Radfahrer zum Ausruhen, Brotzeit machen und zum Genießen der herrlichen Fernsicht genutzt wird.

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Wir stärken uns mit Bockwurst und einem Getränk bei jetzt windigem und kühlem Wetter.
Nach der Pause geht es weiter zum Espach Wald. Hier wird vom sogenannten „Brotwald“ berichtet: Es sollen die damals zahlreichen Rimparer Bäcker die Versbacher Bürger mit Brot versorgt haben. Da die Versbacher das Brot nicht mit Geld bezahlen konnten, erhielten die Rimparer ein Waldstück aus der Versbacher Gemarkung.

Weiter geht es entlang des Diebsgrabens am Bienenhof vorbei zur Versbacher Straße.
Diese überqueren wir und erklären der Gruppe, dass die Gemarkungsgrenze quer über die Pferdekoppel zum Jörgleinsgraben verläuft. Diesen Graben geht es entlang bis zum Grenzstein des sogenannten Drei Länder Eck. Hier treffen die Gemarkungen Rimpar, Maidbronn und Versbach zusammen. Das letzte Wegstück verläuft nun entlang der Gemarkung Eichach zum Bauhof.

Dort angekommen konnten wir Gemarkungsgänger/innen uns bei einer heißen Gulaschsuppe für den persönlichen Heimweg stärken.

Vielen Dank an Alle, die bei der Organisation und Versorgung mitgeholfen haben und natürlich an Alle, die, trotz der unsicheren Wetterlage, mit uns den Feldgang gelaufen sind...nach dem Motto „Nur Mut wird belohnt“.

Im kommenden Jahr führen wir den Waldgang durch. Ein Termin wird zu gegebener Zeit mitgeteilt.


Für die Rimparer Siebener
Joachim Liepold


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