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Geschichten aus den Rimparer Schlossmuseen - Archäologisches Museum - das Dreifußgefäß in der mittelalterlichen Küche

Betritt man das Archäologische Museum vom Schlosshof aus, stößt man direkt auf Dreifußgefäße. Sie stammen aus der Zeit der Ritter von Grumbach. Die Scherben, die man bei den Ausgrabungen fand, wurden in mühevoller Kleinarbeit zusammengesetzt und rekonstruiert.
Doch wie wurden sie genutzt und überhaupt, wie sah eine Küche im mittelalterlichen Schloss aus?

Im Schloss Grumbach gab es wohl zwei Küchen, eine kleinere, die sich in den Räumen der heutigen Schlossgaststätte befand und eine größere an der Westseite des Schlosses. Noch heute erkennt man an der Außenseite des Fensters einen Ausguss für Abwasser und Abfälle. Von der Küche aus ging es auch hinunter zu den Vorratsräumen. Gekocht wurde im Mittelalter über einem offenen Feuer inmitten des Raumes, auf einer etwa kniehoch aufgemauerten Feuerstelle. Diese war zugleich Wärme und Lichtquelle. Ein hauswirtschaftliches Gerät zum Gebrauch auf der offenen Feuerstelle war das Dreifußgefäß aus Keramik. Der sogenannte Tüllengriff war hohl gearbeitet und offen, so dass mittels eines Holzstückes problemlos eine Verlängerung zu erzielen war. Dadurch lief man nicht Gefahr sich beim Verschieben oder Entfernen des Gefäßes aus dem Feuer die Finger zu verbrennen. Oft sind auf diesen Dreifußgefäßen dicke Rußablagerungen zu erkennen, die darauf hindeuten, dass die Gefäße direkt ins Feuer bzw. in die Feuerglut gestellt wurden. Dies ist auch sehr gut an den Fragmenten eines Ausstellungsstückes im Archäologischen Museum zu erkennen. Auch Küchengeräte aus Metall ersetzten zunehmend die Holzgeräte. Häufig wurden Stelzen aus Metall hergestellt, auf denen die Töpfe dann ins Feuer gestellt wurden, oder die Töpfe wurden an einer Aufhängevorrichtung über dem Feuer aufgehängt. Durch Höher- oder Tieferhängen des Topfes konnte so die Temperatur geregelt werden.
Weil es früher keinen Dunstabzug gab, nannte man die Küchen auch „Schwarze Küchen“, denn sie waren dunkel, rußig und verraucht.

Was wurde in den Dreifußgefäßen gekocht? Was aßen die Ritter und Leute zu dieser Zeit? Es ist anzunehmen, dass Getreidebreie und Brot zu den Grundnahrungsmitteln zählten. Doch auch Obst und Gemüse standen auf dem Speiseplan. Hausschweine und Haushühner waren wichtige Fleischlieferanten. Da nur der Adel jagen durfte, war Wild ihm vorbehalten. So waren neben Rehen und Hasen auch Fasane auf der Tafel zu finden. In den wohlhabenden Haushalten wurden zum Würzen importierte Gewürze, wie Zimt, Ingwer, Safran und Muskatnuss verwendet, die aufgrund der langen Transportwege sehr teuer waren.

Noch mehr Fundstücke aus der mittelalterlichen Küche finden sich im Archäologischen Museum.

Ansprechpartner für Museums-Führungen, die momentan wg. der aktuellen Lagen leider nicht stattfinden können, ist der Vorsitzende des Freundeskreises Schloss Grumbach e.V., Edwin Hamberger, unter 09365 -9245.
Mehr Infos, auch zu den Öffnungszeiten der Museen, gibt es unter www.schloss-grumbach.de

Wer nun Lust bekommen hat ein mittelalterliches Essen zu kochen kann dies mit folgendem Rezept tun. Bei den mittelalterlichen Rezepten gab es allerdings keine Mengenangaben.

Viel Spaß beim Nachkochen.

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Siegerbild des Fotowettbewerbs #rimparsschönstebilder

Siegerbild Fotowettbewerb #rimparsschönstebilder

Das Siegerbild des Fotowettbewerbs #rimparsschönstebilder.
Fotographiert wurde es von Marius Mann. 
Es zeigt den Blick von Maidbronn auf Rimpar. Im Hintergrund ist die Kreisstraße nach Güntersleben und eines der Günterslebener Windräder zu sehen.


 

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