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Großer Cyriakustag in Gramschatz als Höhepunkt im Jubiläumsjahr: Idealer Begegnungstag mit Erinnerungen, Ausblicken und guten Wünschen

Rundum gelungen war der „dicke Tag“ der Gramschatzer zur Feier ihres Kirchenpatrons. Seit jeher ist es Tradition im Dorf, dass sich am Cyriakustag Jung und Alt, Neubürger und Alteingesessene, ehemalige Gramschatzer und Gäste aus Nah und Fern begegnen. Diesmal sollte der Festtag der Höhepunkt aller Veranstaltungen im Jubiläumsjahr „1250 Jahre Gramschatz“ werden.

„Schöner hätte der Tag nicht verlaufen können“, sind sich die Mitglieder der Jubiläums- Arbeitsgruppe mit Ulrike Grömling, Christoph Rixen und Dagmar Kissel-Rixen, Matthias Rottmann, Alfred Stark, Thomas Wetzel, Albert Wiesner, Conny Wolf und deren Sprecher Dirk Wiesner einig. Angefangen vom sonnig-warmen Wetter und dem Festgottesdienst im Pfarrgarten bis zu den vielen Programmpunkten im Tagesverlauf hat alles geklappt. Die Stimmung im Dorf war fröhlich und harmonisch.

„Sie blicken auf eine bewegten Vergangenheit zurück und haben als Gramschatzer immer den Zusammenhalt bewiesen“, lobte die stellvertretende Landrätin Christine Haupt-Kreutzer die Dorfgemeinschaft, als Dirk Wiesner und Bürgermeister Bernhard Weidner neben der Dorflinde zwei Gedenksteine enthüllten. Dieser Akt mit besonderen Ehrengästen, unter musikalischer Umrahmung mit Gramschatzer Musikern und zahlreichen interessierten Zuschauerinnen und Zuschauern markierte den Höhepunkt des gesamten Jubiläumsjahres.

„Unser Dorf. Unser Wald“, so haben die Gramschatzer ihr Jubiläumsjahr sehr passend betitelt. „Sie können stolz sein auf Ihre reiche Geschichte, auf Ihren Wald ringsum und auf das, was Sie geleistet haben, weiterhin tun und sorgfältig pflegen“, lobte die stellvertretende Landrätin. Sie habe „allerhöchsten Respekt für diese engagierte Dorfbevölkerung“ sowie den „großen Gemeinsinn hier, der in den ganzen Landkreis ausstrahlt“.

Anerkennende Worte fanden auch der Bundestagsabgeordnete Paul Lehrieder und die Landtagsabgeordneten Volkmar Halbleib und Manfred Ländner. Sie verwiesen auf die erste urkundliche Erwähnung von Gramschatz im Jahr 772, auf das wertvolle geschichtliche Erbe, die sichtbaren und innerlichen Werte im Ort und auf die Bedeutung des Gemeinschaftsgeistes für die Zukunft.

Mit Stolz, Freude und „herzlicher Verbundenheit“ grüßte Bürgermeister Bernhard Weidner die Dorfbewohner und ihre Gäste. Aktuell würden in Gramschatz 627 Menschen wohnen. Damit sei die Einwohnerzahl so hoch wie noch nie. Dass in einem kleinen Dorf der Zusammenhalt besonders gepflegt wird, hätten die Gramschatzer immer schon bewiesen. Sie hätten herausfordernde Zeiten gemeistert, sich erfolgreich entwickelt und das Kommende im Blick.

Die beiden Steine aus Muschelkalk mit den von Steinmetz Günter Bötsch eingemeißelten Gedenkzahlen und dem vom Metallbauer Joachim Röder gestalteten Relief des Jubiläumslogos sind eine Erinnerung an die Vergangenheit und ein Symbol für die Gegenwart zugleich. Für die Zukunft gerüstet haben sich die Dorfbewohner beispielsweise durch den aktuellen Ausbau eines modernen Glasfasernetzes im Dorf und mit dem Anpflanzen neuer Bäume im Jubiläumsjahr.

Auch der Festverlauf und das Festprogramm bewiesen die Tradition und den Zusammenhalt. Fast unüberschaubar waren die Helferinnen und Helfer im Vorfeld der Feierlichkeiten und am großen Festtag. Der Open-Air-Gottesdienst mit Pater Jochen Wawerek OSA zum Auftakt war herzlich. Es ging um den „göttlichen Funken“, der in jedem Menschen verborgen sei und ihn mit Gott und den Mitmenschen verbindet.

Bestens angekommen sind die Ausstellungen von Fotos, Bildern und Gegenständen im Kunsthaus von Manfred Göb und im Bürgerhaus. Kirchenpfleger Claus Böhm führte Gäste auf den Kirchturm bis zur mechanischen Uhr und den vier Glocken. Im Gotteshaus gab es Videovorführungen. Rund um das Feuerwehrhaus sind besonders die Kinder umsorgt und unterhalten worden und der Festplatz im Pfarrgarten war ein besonders netter Begegnungsort.

Für das leibliche Wohl war mit Besonderheiten wie Weißwurstfrühstück, eigens gebrautem Jubiläumsfestbier, dem Grillstand, Eiskaffee, Eis oder selbstgebackenen Kuchen bestens gesorgt. Ohne Zweifel waren jedoch die Steckerlfische des Anglervereins das kulinarische Highlight. Drei Jahre lang hatten die Gramschatzer auf diese beliebte Makrelen-Spezialität mit seiner besonderen Würze waren müssen.

(Text: Irene Konrad)