Markt Rimpar

Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch zu Besuch in Rimpar

Prominenten Besuch empfing Rimpars Bürgermeister Bernhard Weidner jüngst im Greiffenclausaal mit seinem fränkischen Trachtenmuseums im Rimparer Schloss Grumbach – den Oberbürgermeister von Gotha Knut Kreuch. Er ist auch Chef des Thüringer Landestrachtenverbandes und Präsident des Deutschen Trachtenverbandes. Zur Freude seines Rimparer Amtskollegen machte er nach seinem Besuch in Burggrumbach einen kurzen Abstecher in das Rimparer Schloss. Der Kontakt kam über die Rimparer Archivarin Helga Schömig mit Martin Mais aus Unterpleichfeld zustande. Der Lehrer des Siebold-Gymnasiums in Würzburg führt derzeit zusammen mit Arthur Heizenreder, einem Schulkollegen der Mittelschule Pleichach-Kürnachtal in Unterpleichfeld, mit Schülern dessen 6. Klasse, ein weiteres Projekt im Burggarten der „Burg Grumbach“ durch. Seit Frühjahr 2021 wurden schon bei verschiedenen Pflanzaktionen seltene und alte Baumsorten angepflanzt. Bei der aktuellen Pflanzaktion wurde nun eine alte Wangenheimer Frühzwetschge aus der Nähe von Gotha gesetzt. Aus diesem Anlass suchte Mais kurzerhand den Kontakt zu Gothas Oberbürgermeister Kreuch, der spontan zusagte.
Rimpars Beziehung zu Gotha ist eine geschichtsträchtige. So wurde der fränkische Reichsritter Wilhelm von Grumbach am 18. April 1567 auf dem Marktplatz von Gotha als Landfriedensbrecher hingerichtet. Und so ging es nach einer kurzen Begrüßung im Schlosshof und einem kurzen Abriss über die Geschichte des Rimparer Schlosses und seinem Weg zur Nutzung als Rathaus durch Hans Winzlmaier vom Freundeskreis Schloss Grumbach, auch direkt ins Archäologische Museum. Dort zeigte der Vorsitzende des Freundeskreises Edwin Hamberger stolz die zahlreichen Ausstellungsstücke aus der Zeit des Wilhelm von Grumbach. Der fränkische Reichsritter, der 1503 im Rimparer Schloss geboren wurde, soll auf dem Marktplatz von Gotha hingerichtet worden sein. Eine grausige Geschichte, an die heute eine in das Pflaster des Gothaer Hauptmarktes eingelassene Gedenkplatte erinnert.

slz marrim grumbach gedenktafel gothaFoto: Hans Winzlmaier

In gemütlicher Runde tauschte man sich im Anschluss bei Kaffee und Kuchen noch über die Geschichte von Gotha und Rimpar aus. Weidner und Hamberger überreichten dem Gothaer Oberbürgermeister zur Erinnerung noch das Buch von Edwin Hamberger „Das Schloss zu Rimpar von der Burg bis zur Gegenwart“, das Kreuch freudig entgegennahm.

slz marrim ob aus gotha buecheruebergabeFoto: Nadja Kess

Auch er war nicht mit leeren Händen gekommen und übergab eine Ausgabe über das Gothaer Schloss Friedenstein. Friedenstein ist eine imposante frühbarocke Schlossanlage, die noch während des 30-jährigen Krieges in Gotha entstand. Der Erbauer, Ernst der Fromme, gab ihr den symbolträchtigen Namen „Friedenstein“. Schloss und Park Friedenstein gehören seit 2004 zur Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. Im Schloss befindet sich eine Vielzahl an Museen und Kunstsammlungen.
Der Oberbürgermeister Knut Kreuch war vom Treffen so begeistert, dass er Rimpar im Rahmen einer Bürgerfahrt zur Freude des Rimparer Bürgermeisters noch in diesem Jahr erneut besuchen möchte. Dann sollen auch die anderen Rimparer Museen besichtigt werden.

slz marrim besuch ob gotha 1Foto: Nadja Kess