Markt Rimpar

Zahlreiche waldbegeisterte Jäger, die den Eigenjagdbezirk Rimpars zukünftig in Regie bejagen werden, begrüßte jüngst Bürgermeister Bernhard Weidner zu einer Pflanzaktion in der Waldabteilung „Kaltenbrunn“. Zusammen mit ihren Familienangehörigen waren sie trotz winterlicher Verhältnisse gekommen, um auf frisch entstandenen Schadflächen, neue klimatolerantere Waldbestände zu begründen. „Der Standort, ein frischer bis mäßig frischer Kalkverwitterungslehm, ist bereits auf größeren Teilflächen mit Buche und Edellaubhölzern, wie Bergahorn, Esche und Kirsche, vorausverjüngt. Jetzt gilt es, die wertvollen Mischbaumarten, wie Eiche und Tanne, einzubringen. Als Besonderheiten sollen die heimische Elsbeere oder der Speierling ergänzt werden“, so Hubertus König vom Forstunternehmen Reith.
Auch mit dem bei uns noch seltenen Baumhasel soll der heimische Baumbestand angereichert werden. Die aus Gebirgen der Türkei stammende Baumart gilt als trockenheitsertragend und sein Holz als besonders wertvoll.
Um die jungen Pflanzen vor dem Verbiss durch Rehwild zu schützen, bringen die aktiven Helfer noch Wuchsgitter an, die nach wenigen Jahren wieder aus dem Wald entfernt oder wiederverwendet werden.
Durch das Anreichern mit besonders seltenen Baumarten wird in diesem Bereich ein „Rimparer Arboretum“, eine Sammlung verschiedener Gehölze, entstehen, das die Beobachtung des Wuchsverhaltens der verschiedenen Baumarten und Herkünfte im Langzeitversuch ermöglicht.
Allein bei der Baumart „Tanne“ können hier schon vier verschiedene Herkünfte unterschieden werden, die für uns gebräuchliche Herkunft „Schwäbische Alb“, die „Kalabrische Tanne“, die Trockenvariante aus Rumänien und eine aus der Türkei stammende Variante „equi trojani“

Mit dieser und auch weiteren Aktionen wollen die Rimparer Jäger darauf hinweisen, dass sie sich vor allem auch für den Lebensraum der bei uns beheimateten Wildarten einsetzen.

Der Markt Rimpar und seine Forstverwaltung bedanken sich herzlich für das Engagement!

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